Oberottendorf

Oberottendorf bei Neustadt in Sachsen

Schon im 12. und 13. Jh. erfolgte die Besiedlung des Oberlausitzer Berglandes ausgehend von den alten Siedlungsplätzen um Bautzen, Bischofswerda und Göda sowie von Stolpen aus. Aus den Offenlandschaften des Wesenitztales zogen bald die ersten Siedler entlang des alten Weges nach Böhmen über den Rüdenberg in das Lohbachtal. Das gesamte Tal ist seit der Grenzurkunde des Königs Wenzel von 1241 der Mark Meißen zugeordnet. Dieses Gebiet gehörte dem Bistum Meißen und wurde von der Burgwarte Göda aus verwaltet.

Ottendorf bei Neustadt

Auszüge aus der Ortsgeschichte
1262 Als erstes siedelten sich Bauern im Talgrund an. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1262, sie enthält den Ortsnamen Tutendorph. Wenn aus 1262 die erste Urkunde existiert, so ist anzunehmen, dass die ersten Menschen hier um 1200 sesshaft wurden.
1352 Es wurden zwei adligen Besitzer, Otto von Pannewitz und Hermann von Bretynbuch, belehnt und dadurch wurde das Dorf geteilt.
1484 Auf dem Rittergut Oberottendorf ist nachweislich die Familie von Haugwitz Besitzer. Diese verkauften an Hans Georg von Wehse. Von diesem gelang es in den Besitz der Familie Pflugk und durch Vererbung an die von Keyserlingk.
1559 Es wurde zwischen Oberottendorf und Niederottendorf unterschieden. Kurfürst August befahl mit der Einführung der Amtserbbücher die Erfassung der Güter, Steuern und Abgabenpflichten.

Man zählte

  • in Oberottendorf: 38 besessene Mann, 11 Gärtner und 24 Hausgenossen, der Besitz der Bauern und Häußler betrug ca. 16 Hufen Land (ca. 270 Hektar)
  • Niederottendorf: 31 besessene Mann, 24 Häußler und 14 Hausgenossen mit 15 ¼ Hufen (253 Hektar)
1585 Niederottendorf gehörte Balthasar Wurm – Hauptmann auf der Burg Stolpen.
1608 Kurfürstliche Hofbeamte Hans Georg von Wehse erwarb Schloss Langburkersdorf.
1610 Die Familie von Schönberg, die in der Oberlausitz große Besitztümer hatte, übernahm von Wehse den Besitz von Niederottendorf.

Vorkommende Namen

A-C Andreß, Barthel, Berge, Bermann, Bartel, Bermann, Bermann, Bilich, Böhmer, Bombach, Borrmann, Bötel, Breuer, Clumer
D-F Dornig, Dreßler, Erbar, Erhart, Eysold, Fetter, Flade, Fochse, Forchert, Forchwerck, Förster, Friedel, Friese, Frieße, Fritzsche, Furckert
G-H Gebeler, Geißler, Catharina, Glate, Gneuß, Grützner, Grüzner, Günter, Günther, Gunter, Hache, Hänchen, Hänsel, Hantzsch, Hantzsche, Hartmann, Heber, Heinrich,Heintzschel, Hencke, Hentzsch, Hentzschel, Henzsch, Herfart, Heyde, Heynrich, Hille, Hillmann, Hilman, Hippe, Holfeld, Höltzel, Hübner
K-L Kaulfuß, Klinckicht, Klöppel, Klunge, Klungius, Konrat, Krauße, Krause, Kripchen, Kuleman, Kunadt, Kunath, Lauhs Lehner, Leßke, Leuner, Löhner
M-R Mann, Marschner, Marx, Matheß, Matthai, Matz, Maye, Mehnert, Meißner, Mey, Möller, Moller Müller, Müller, Neumann, Peter, Peterß, Petzoldt, Rasch, Rasche, Richter, Riehle, Roch, Rüdel
S-T Sachse, Saxe, Säuberlich, Sauer, Saur, Schade, Schäfer, Schasse, Scheffer, Schiritz, Schirmer, Schneider, Scholze, Schönbach, Schöne, Schultze, Schulze, Schuster, Schwartz, Schwartze, Selle, Sengeboden, Simchen, Simmichen, Süßmilch, Tomsche, Tieze, Tietze, Ulman, Unger, Vogel, Voigt, Wagner, Winckler, Wobst, Zimmermann

Die Kirche befindet sich in Oberottendorf am Übergang nach Niederottendorf.
Im Jahr 2012 feierte Niederottendorf zusammen mit Oberottendorf die 750 – Jahrfeier.

Kirche in Oberottendorf
Kirche in Oberottendorf / Sachsen

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