Berthelsdorf bei Neustadt

Berthelsdorf bei Neustadt in Sachsen

Berthelsdorf liegt in der sich von Nord nach Süd erstreckenden Talmulde des Lohbaches und südlich von Ottendorf. Der Ort bildet mit Ottendorf und Neustadt i.Sachsen am Rande des Oberlausitzer Berglandes eine Siedlungseinheit.

Bertelsdorf

Auszüge aus der Ortsgeschichte
1432 Erstmalig wurde Bertilsdorff in einer Urkunde genannt. In dieser Zeit gehörte das Dorf zum Herrschaftsgebiet des Hinko von der Duba auf Hohnstein. Der Vasall von Hermannstorff ist als Besitzer genannt. Im 16. Jh. gab es mehrere Besitzwechsel.
1539 Berthelsdorf gehörte zur Kirche von Neustadt.
1547 Im Amtserbbuch werden 26 besessene Mann, 10 Häusler, 36 Inwohner, genannt, der Landbesitz betrug 13½ Hufen (ca. 215 ha).

Im Laufe der Jahrhunderte wuchsen die Dörfer im Lohebachtal so zusammen, das vom Pass am Rüdenberg bis nach Neustadt eine durchgehende Bebauung entstand.

Vorkommende Namen

A-D Arnold, Barthel, Berge, Berger, Bode, Breuer, Büttner, Domschke, Dreßler, Druhel, Druhöl
E-G Erbar, Forchwerck, Förster, Frantze, Frenzel, Friese, Geißler, Giebe, Gnauke, Grohmann, Grützner, Günther, Günter
H Hähnel, Hänel, Hänsel, Hantsche, Häntschel, Hantzsche, Häntzschel, Hartmann, Heber, Hebrich, Hebrich, Heide, Heimann, Heincke, Heinrich, Heller, Hencke, Hentschel, Hentzschel, Herrmann, Herzog, Hillme, Hilme, Hilmann, Hille, Hillmann, Hillmer, Hilme, Hippe, Hohlfeld, Höltzel, Hördler
K-M Köhler, Konrat, Krause, Krauße, Krumbholtz, Krumbholz, Kühne, Läßig, Lehmann, Leubert, Leuner, Maatz, Marschner, Marks, Marx, Maschke, Matz, May, Mehnert, Meißner, Mey, Möller, Müller
N-R Nether Neumann, Opitz, Peter, Peters, Pflücke, Pierzig, Pötzschke, Protze, Rädel, Rasch, Rasche, Reinhardt, Richter, Riedel, Riehle, Röllig, Rüdel, Rüdiger
S Sachse, Sahra, Säubrig, Sauer, Schade, Schäfer, Schäffer, Schaffrath,Schiritz, Schirmer, Schlenkricht, Schmidt, Schneider, Scholtze, Scholze, Schönbach, Schöne, Schönfeld, Schulz, Schultze, Schulze, Schuster, Schwartz, Schwartze, Seydler, Siegmund, Simmichen, Strohbach
T-Z Thomas, Thonig, Trubner, Truhel, Truhel, Truhöl, Ulmann, Unger, Vetter, Vogel, Voigt, Weber, Weikert, Werner, Winkler, Wolf, Wolfram, Zirnstein

Neustadt in Sachsen liegt am Zusammenfluss des Lohbachs mit der Polenz, welche aus dem Hohwald kommt. Später als die heutigen Ortsteile Oberottendorf, Niederottendorf und Berthelsdorf entstand der Ort.

Neustadt in Sachsen

1241 In der Lausitzer Grenzurkunde wurde der Zusammenfluss von Lohbach und Polenz als Grenzpunkt genannt. Somit war der Ort böhmisches Lehen.
1333 Der böhmische Hauptmann von Bran gab Bergbaurechte an Markgraf Friedrich den Ernsthaften ab. Bei der Ersterwähnung wird Neustadt als Civitas genannt. Hier ist anzunehmen, dass zwar die erste Besiedlung eher erfolgte, aber mäßig war. Da aber durch geologische Erkenntnisse es nahe lag, das hier erfolgreich Bergbau auf Gold betrieben wurde, kam der Ort durch das Berggeschrei zu einer schnellen Besiedlung. Der Zuzug erfolgte hauptsächlich durch Bergleute aus Freiberg.
Durch Kaiser Karl IV. wurden die Birken von Duba auf Hohnstein und Wildenstein mit Neustadt belehnt.
1451 Durch Besitzwechsel der Herrschaften in der Hinteren Sächsischen Schweiz von Böhmen an Sachsen wechselten auch die Lehnsverhältnisse und wurden im Vertrag von Eger 1459 bestätigt.
1764 Mehrere Versuche Gold zu fördern, wurden unternommen, aber ohne Erfolg. Neustadt behielt aber trotzdem als kleine Stadt ihre Bedeutung, da sie an der Kreuzung von zwei Straßen lag. Von hier führte ein Zweig der Salz- bzw. der Glasstraße nach Böhmen in den Schluckenauer Zipfel.
St.- Jacobi-Kirche in Neustadt in Sachsen
St.- Jacobi-Kirche in Neustadt i. Sa

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